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Wie stark die Deutschen Juniorenmeisterschaften in Neuss besetzt waren, bekam Patrick Schendzielorz (rotes Trikot) zu spüren. 2008 Vizemeister, wurde der Ückerather jetzt Sechster in der Klasse bis 55 Kilogramm. NGZ-Foto: Lothar Berns
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„So schlechte Sporthallen wie in Neuss gibt es in keiner größeren deutschen Stadt. Selbst Kleinstädte haben da bessere Möglichkeiten“, sagt Faller mit Blick auf die Hammfeldhalle, die bis morgen 132 Teilnehmer beherbergt, die in acht Gewichtsklassen die nationalen Titelträger ermitteln. Hermann J. Kahlenberg kann dem nur beipflichten: „Angesichts der Liste, was man in Neusser Sporthallen alles nicht darf und was man beachten muss, kann man die Lust verlieren, etwa zu veranstalten.“ Das, findet Jürgen Steinmetz; sollte er nicht tun: „Je mehr Veranstaltungen dieser Größenordnung es gibt, desto deutlicher wird doch, dass wir im Rhein-Kreis eine Multifunktionshalle brauchen“, sagt der Kreissportdezernent.
Weil es keine gibt, ist höchste Improvisationskunst gefragt: „Wir haben kein vernünftiges Wettkampfbüro, keinen geeigneten Raum zum Wiegen. Und wie wir bis Sonntag 400 Leute auf engstem Raum bewirten sollen, das wird eine spannende Frage“, meint Kahlenberg. In der Stadionhalle sei die Situation nicht besser, „hier haben wir wenigstens das Hotel direkt nebenan.“ Das Holyday Inn ist mit den DM-Teilnehmern übers Wochenende ausgebucht. Von denen die ersten schon auf die Matten mussten, als der zur Eröffnung avisierte DRB-Präsident Manfred Werner noch auf der Anreise aus dem bayerischen Veitshochheim im Stau steckte.
Gleich in den ersten Kämpfen der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm bekamen die Zuschauer Hochkaräter zu sehen, wie den Titelverteidiger und WM-Achten Lukas Höglmeier (TSV Gailbach) oder den Vizemeister und WM-Siebten Oliver Runge (RSV Frankfurt/Oder) beides harte Brocken für den Ückerather Patrick Schendzielorz auf seinem angepeilten Weg in die Finalkämpfe am Sonntag ab 11 Uhr.
Heute geht es ab 9:30 Uhr weiter, Eintrittskarten kosten fünfzehn, morgen zehn Euro. Da muss der hochklassige Sport den fehlenden Komfort wettmachen. Karl-Martin Dittmann ist überzeugt:“ Die DM ist die Standortbestimmung für den Bundestrainer mit Blick auf die Welt- und Europameisterschaften.“